Auf gutem Mist gewachsen

Von Kindern gebaute Vogelscheuchen dienen auf den Misthaufen als Blickfang und Schilder weisen auf das Projekt hin.
Von Kindern gebaute Vogelscheuchen dienen auf den Misthaufen als Blickfang und Schilder weisen auf das Projekt hin.
18.07.2022

Fünf Misthaufen sind in Bizau vom nicht gern gesehenen Objekt zum Hingucker geworden. Sie wurden im Rahmen des LEADER-Kleinprojekts „Prachthaufen“ mit Kürbissen bepflanzt und von Kindern gebastelte Vogelscheuchen daneben aufgestellt. Anfang Oktober machen ein Kürbisfest und eine Kürbiswoche auf das Projekt aufmerksam.

Mit dem Untertitel „Shit Happens!“ des Projekts will der Bizauer Obst- und Gartenbauverein vermitteln, dass der Mist ein zwangsläufiges Produkt hiesiger Landwirtschaft ist. Wie wir mit den Haufen umgehen, soll zum offenen Diskurs stehen. Bisher sorgten die Misthaufen bei einigen Touristiker*innen, Tourist*innen und in der Bevölkerung für Unverständnis. Gleichzeitig fühlen sich Landwirt*innen in ihrem Schaffen missverstanden.

In Abstimmung mit den Landwirt*innen wurden fünf Misthaufen im Bizauer Moos mit verschiedenen Kürbissorten bepflanzt. Auch Kindergarten und Schule haben Kürbisse in Obhut, um die Aktion auch im Dorf sichtbar zu machen. Im Zuge des Sommerprogramms hat der Obst- und Gartenbauverein mit den Bizauer Kindern mit viel Kreativität und Engagement Vogelscheuchen als Blickfang für die Prachthaufen gebaut und auf den Misthaufen aufgestellt. Infoschilder bei den Prachthaufen weisen auf das Projekt hin und bitten, die Ernte an Ort und Stelle zu belassen.

Einladung zu Kürbisfest und Kürbiswoche

Als weiterer Höhepunkt ist für den 2. Oktober ein Kürbisfest in Planung. Ab 11 Uhr, nach der Erntedank-Messe, gibt es beim Feuerwehrhaus Musuk, Unterhaltung und kulinarische Genüsse, zubereitet von verschiedenen Bizauer Vereinen und den Ortsbäuerinnen. Gastronomie, Bäckerei und Handel machen mit einer „Kürbiswoche“ auf das Projekt und das Fest aufmerksam.

Projektinitiatorin Sonja Broger zeigt sich zuversichtlich: „Mit diesen Aktionen wird es uns bestimmt gelingen, unsere Landwirtinnen und Landwirte, die Bevölkerung, Touristiker*innen, Vereine und Gäste zusammenzubringen.