Für naturnahe Gärten und Grünflächen im Großen Walsertal
27. November 2025
Projekt
Wie man ungewollte Pflanzen im Garten und auf öffentlichen Grünflächen loswerden und wie ein Garten zur Heimat für verschiedene wildlebende Pflanzen und Tiere werden kann erfuhren Interessierte bei einem Vortragsabend am 25. November 2025 im Großen Walsertal. Die Gemeinden nahmen konkrete Aufgaben mit nach Hause.
Wie an vielen anderen Orten in Vorarlberg, Deutschland und der Schweiz hatten Naturliebhaber:innen aus dem Großen Walsertal ihre Rasenmäher im Mai 2025 in die Ferien geschickt. In der grenzüberschreitenden Challenge des Projekts "GE_NOW" gingen die ersten Plätze in den Kategorien Haushalte und Betriebe ins Große Walsertal. Als Dankeschön für das große Engagement lud das Biosphärenparkmanagement am Dienstag, 25. November, zum Workshop und Austausch mit den Bauhofmitarbeitenden sowie zum Vortragsabend für Haushalte in das biosphärenpark.haus nach Sonntag ein.
Ungewollte Pflanzen eindämmen
Barbara Harder, Biologin und langjährige Mitarbeiterin der Abteilung Umwelt- und Klimaschutz des Amtes der Vorarlberger Landesregierung, vermittelte wertvolles Hintergrundwissen zu Pflanzen, die meist als Zierpflanzen in unsere Gegend kamen und sich über die Gartenzäune hinaus invasiv ausbreiten konnten. Sie zeigte Wege auf, wie die Bekämpfung der sogenannten Neophyten von der Sisyphus-Arbeit zum Erfolg werden kann.
Gemeinsam mit den Mitarbeitenden der Bauhöfe aller Gemeinden im Biosphärenpark Großes Walsertal wurden die bekannten Standorte von Neophyten auf einer Karte festgehalten und Maßnahmen für das kommende Frühjahr definiert.
Gärten als Rückzugsorte für wildlebende Pflanzen und Tiere
Landschaftsökologin Katrin Löning von pulswerk, dem Beratungsunternehmen des Österreichischen Ökologie Instituts, ermunterte die Teilnehmenden, ihre Gärten naturnah und mit abwechslungsreichen Lebensräumen zu gestalten – wo Platz ist auch mit Sträuchern und Bäumen. Dann, wenn die Landwirtschaft für die Heuernte mähen muss, können Gartenbesitzer:innen bewusst Rückzugsorte für Insekten und Kleintiere anbieten, indem Rasen, Wiesen, Ecken oder Streifen nicht gemäht werden.
Die Challenge "Ferien für den Rasenmäher" war in 2025 mit 430 Teilnehmenden ein großer Erfolg und findet auch im Mai 2026 wieder statt. Der dritte Hauptpreis von 2025, eine Grünflächen-Beratung für Gemeinden, ist für Frühling 2026 im Klostertal vorgesehen.
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