Ausstellung eröffnet: Mehr als ein Dach über dem Kopf

V.l.n.r: Peter Steurer, Regio-V., Wolfgang Fiel, Universität für angewandte Kunst, Wien, Andreas Kresser, Gde. Hörbranz, Franz Rüf, Kloster3000, Michael Simma, Gde. Lochau
V.l.n.r: Peter Steurer, Regio-V., Wolfgang Fiel, Universität für angewandte Kunst, Wien, Andreas Kresser, Gde. Hörbranz, Franz Rüf, Kloster3000, Michael Simma, Gde. Lochau
25.09.2020

Wohnen bedeutet mehr, als nur ein Dach über dem Kopf zu haben. Dies zeigt die Ausstellung „Neue Nachbarschaft“ der Regio-V auf 20 Bannern vor dem Kloster Salvator in Hörbranz. Rund 70 Interessierte waren die ersten Besucher*innen bei der Eröffnung am 24. September 2020.

Leistbar wohnen und gleichzeitig gut leben - für viele ist dies heutzutage eine große Herausforderung. Gemeinwohlorientierte Wohnprojekte können eine Lösung sein. Besonders im ländlichen Raum gibt es hierfür noch Potenzial. Ein Beispielprojekt ist das Konzept zur Nachnutzung des Klosters Salvator in Hörbranz, Kloster3000.

Was bedeutet gemeinschaftliches Wohnen? Wie könnte das Kloster3000 aussehen und wer sind eigentlich die Salvatorianer? Diese und weitere Fragen beantwortet die Ausstellung „Neue Nachbarschaft“. Die Regio-V hat die Ausstellung im Rahmen des LEADER-Projekts "Neue Nachbarschaft" erstellt.

"Wir laden Jede und Jeden ein, sich einzubringen"

Bei der Eröffnungsveranstaltung erläuterte Franz Rüf vom Verein zur nachhaltigen Nutzung des Salvatorkollegs den aktuellen Stand zum Kloster3000. Laudator Wolfgang Fiel von der Universität für angewandte Kunst, Wien, präsentierte Forschungsfragen zum Ausstellungsthema. „Mit dem Kloster3000 können wir einen vielfältigen Lebensraum schaffen, der unterschiedlichste Bedürfnisse berücksichtigt und gleichzeitig zum Schutz des Klimas beiträgt“, erläutert Fiel die Chancen des Vorhabens. „Am Kloster3000 können wir im Kleinen zeigen, was Kreislaufwirtschaft im Großen bedeutet“, so Fiel weiter zur Beispielwirkung des Projekts. Wichtig für den Erfolg sei es, die direkte Umgebung, Nachbar*innen sowie die kommunale und regionale Verwaltung einzubeziehen. "Wir laden Jede und Jeden ein, sich einzubringen", betont Peter Steurer, Regio-V-Manager, die Offenheit des Prozesses. Wolfgang Fiel empfahl ausserdem, dass auch eine langfristige Strategie zur kontinuierlichen Weiterentwicklung erarbeitet und verfolgt werden solle.

Ein Rundgang durch die Ausstellung in Kleingruppen, geführt von den Projektverantwortlichen, ermöglichte angeregte Diskussionen der anwesenden Vertreter*innen aus Politik, Architektur und der interessierten Bevölkerung.

Weiterführende, laufend aktualisierte Inhalte online

Die Ausstellung im Hof des Salvatorkollegs Lochau-Hörbranz ist für Besucher*innen jederzeit frei zugänglich. Die aufgestellten Holzstapel symbolisieren die Nachhaltigkeit des Vorhabens in Sachen Regionalität, Gesellschaft und Umwelt. Die Stapel geben der Ausstellung großzügig Raum und leiten die Besucher*innen von Thema zu Thema. Weiterführende Inhalte auf der Projektwebseite wie beispielsweise eine interaktive Karte sind per QR-Code auf den Ausstellungsbannern abrufbar und werden laufend ergänzt.

Im Außenbereich des geschaffenen Raums finden sich die allgemeinen Themen zum gemeinwohlorientierten Leben und Wohnen, kurz „Neue Nachbarschaft“. Im Innenraum geht die Ausstellung auf das Beispielkonzept „Kloster3000“ ein. Auf der Grünfläche werden die Themen der regionalen räumlichen Entwicklung und die Geschichte des Salvatorkollegs angesprochen.

Ziel der Ausstellung ist es, den Lebensraum und die Bedürfnisse der Menschen ganzheitlich darzustellen und auf die Potentiale hinsichtlich Qualität und Ressourcenschonung einer Lebensraumgestaltung hinzuweisen, denn „weniger“ kann tatsächlich „mehr“ bedeuten. Gleichsam kann „teilen statt besitzen“ und „gemeinsam statt allein sein“ bereichernd sein.

Mehr Fotos und Informationen zur Eröffnungsveranstaltung

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Veranstaltung
Kloster Salvator