WERTstätten
                                    
                                    © Foto: Regio-V, KI generiert Projektbild WERTstätten

WERTstätten

Eigene Projekte LES 23-27

Projektträger:in Regionalentwicklung Vorarlberg eGen 6911 Lochau Webseite

11. Dezember 2025
30. November 2028

126.529,81 €

Gemeinsam Wirksamkeit entfalten, Wertschätzung leben, Zukunft gestalten

In Zeiten wachsender Unzufriedenheit will das WERTstätten-Projekt Menschen dazu bewegen, aktiv etwas zum Gelingen der Gemeinschaft beizutragen. Wertschätzung bildet den Rahmen dafür: Menschen schätzen das Gute um sie herum, bringen den Personen, die dahinterstehen, Anerkennung entgegen und gestalten eine wertebasierte Zukunft mit.

In „Wertstätten“ entwickeln Bürger:innen während zwei jeweils halbtägigen Workshops niederschwellig und partizipativ neue Ideen für Aktionen, die Selbstwirksamkeit erlebbar machen und setzen diese anschließend um. Alle sind eingeladen, mitzugestalten und gesellschaftliche Verantwortung als Chance für eine positive Zukunft zu erleben. Parallel werden bestehende Initiativen zum Thema Wertschätzung beispielsweise von Fachorganisationen, Vereinen und anderen Gruppen begleitet.

Weiters ergänzt ein thematischer Aufruf zur Einreichung von LEADER-Kleinprojekten das Projekt.

Begleitend bietet das Projekt Möglichkeiten zum gegenseitigen Lernen und trägt über Veranstaltungen zur Bewusstseinsbildung für mehr Wertschätzung und Engagement bei.

Das WERTstätten-Projekt greift bestehende Formate von Partnerorganisationen auf und entwickelt diese weiter: Die „Machbarschaften“ aus dem Projekt „Einfach Machen“ sowie die MACHWAS-Tage des aha.

Mit dem WERTstätten-Projekt knüpft die Regio-V an die erfolgreichen ersten Impulse der Wertschatz-Kampagne an, die unter anderem in Doren und im Großen Walsertal umgesetzt wurde.

Das Projekt lenkt den Blick auf das Gute, fördert bewusste Wahrnehmung und zeigt, wie jeder selbst wirksam werden kann.

In unserer heutigen Gesellschaft wird vieles als selbstverständlich wahrgenommen: Fortschritte, Strukturen, Errungenschaften. Doch gerade in dieser Selbstverständlichkeit liegt eine Herausforderung: Das Bewusstsein für das, was bereits gut funktioniert, geht zunehmend verloren. Einerseits ist eine gewisse Resignation spürbar, geprägt von einer Jammerkultur und Unzufriedenheit. Andererseits wächst der Wunsch nach gemeinschaftlichem Handeln und positiver Veränderung bzw. Weiterentwicklung.

Wenn sichtbar wird, was bereits gelingt, stärkt dies das Vertrauen in eine gute Zukunft und macht deutlich: Jeder Beitrag zählt. Auch wenn noch nicht alles perfekt ist – jede und jeder kann zu einer Verbesserung beitragen. Gesellschaftliche Verantwortung wird so nicht als Bürde, sondern als Chance verstanden. Wer Verantwortung übernimmt, erfährt Selbstwirksamkeit – und damit die Motivation, aktiv mitzugestalten. Wertschätzung spielt dabei eine zentrale Rolle: Sie macht vorhandenes Engagement sichtbar, stärkt das Gemeinschaftsgefühl und motiviert dazu, weiterhin Verantwortung zu übernehmen: „Das Gute ist nicht selbstverständlich“.

Die Herausforderung besteht darin, dass Wertschätzung nicht die Rückwärtsgewandtheit fördert („Früher war alles besser“), sondern dass durch die Aktivitäten Brücken zwischen Vergangenem und Zukünftigem gebaut werden, mit dem Ziel, ein schätzenswertes morgen zu gestalten.

Im ersten Halbjahr 2025 setzte die Regio-V bereits erste Akzente und Formate zum Thema Wertschätzung in den Regionen um.

  • Wertschatzkampagne mit einem Wertschatz-Memory, gestaltet von Volksschüler:innen in Doren und eine Wertschatz-Ausstellung im Großen Walsertal
  • Gipfeltreffen-Klausur zum Thema Wertschätzung und zur Frage: „Was können wir in unserem Wirkungskreis zum Thema Wertschätzung beitragen – zum Beispiel im Rahmen eines LEADER-Projekts?“

Die Wertschatzkampagne hat gezeigt, dass das Interesse am Thema groß ist. Im Zuge des Gipfeltreffens waren sich die Vertreter:innen des Vorstands und des Beirats der Regio-V über die große Relevanz des Themas einig und wünschten sich, dass dem Thema Wertschätzung ein LEADER-Projekt gewidmet wird.

Aus dem Energiebereich läuft bereits das Projekt „Einfach machen“ für DIY-Umsetzung für Klimalösungen (www.einfachmachen.community/projects/angebot-fuer-gemeinden-und-ihre-buergerinnen-machbarschaften-lokale-beteiligung). Wie das Wertstätten-Projekt adressiert es den Kern „Selbstwirksamkeit erfahrbar zu machen“ und hat nahezu dieselbe Restlaufzeit. Eine verstärkte Kooperation beider Projekte birgt somit hohes Synergiepotential.

Für die Zielgruppe Jugendliche setzt das aha jährlich die MACHWAS-Tage um, bei denen Jugendliche selbstwirksam Projekte umsetzen (www.aha.or.at/machwas-tage). Die MACHWAS-Tage sollen im Projekt weiterentwickelt und verstärkt in den ländlichen Raum gebracht werden.

Ziel des Projekts ist es, Selbstwirksamkeit niederschwellig erfahrbar zu machen und eine Kultur der aktiven Wertschätzung in der Gesellschaft zu fördern. Dafür sollen neue Möglichkeiten und Initiativen entstehen sowie bestehende Initiativen unterstützt werden.

Durch „Wertstätten“ werden Selbstwirksamkeit und Wertschätzung konkret und greifbar gemacht. Unterschiedliche Personen in den Gemeinden und Regionen, mit erstem Fokus auf Jugendliche, werden niederschwellig angesprochen, aktiviert und in den Prozess eingebunden.

Insgesamt trägt das Projekt dazu bei, das Bewusstsein für das Positive in unserer Gesellschaft zu stärken, Engagement zu aktivieren und gemeinsam neue Wege der Wertschätzung und Beteiligung zu gestalten.

Die Projektaktivitäten haben eine positive Außenwirkung und tragen zur Verbesserung der Lebenszufriedenheit in den teilnehmenden Gemeinden und Regionen bei. Das Projekt möchte einen gesellschaftlichen Diskurs über Wertschätzung anstoßen und das Wir-Gefühl stärken. Durch positive Kommunikation werden bestehende Leistungen in den Mittelpunkt gerückt, anstatt das Fehlende zu betonen. Dabei wird deutlich: Auch wenn nicht alles perfekt ist – jede und jeder kann mitgestalten. Gesellschaftliche Verantwortung ist damit keine Bürde, sondern eine Chance, selbstwirksam zu werden.

Wertstätten: Von der Idee zum Tun

Im Projekt wird in den Regionen die Entstehung und Umsetzung neuer Ideen und Initiativen gefördert und bestehende Initiativen zum Thema Wertschätzung werden begleitet.

„Wertstätten“ sind temporäre oder mobile Kreativwerkstätten, die in unterschiedlichen Orten der Region stattfinden. Über das Format der „Machbarschaften“ aus dem Partnerprojekt „Einfach Machen“ werden im ersten Schritt neue Ideen entwickelt und konkretisiert. Das Format ist niederschwellig, offen, partizipativ und ergebnisoffen – es geht um das gemeinsame Tun, nicht um perfekte Ergebnisse. Umsetzbare Ideen können dann z. B. über die MACHWAS-Tage des aha oder auch eigene Initiativen durchgeführt werden. Wertstätten sind dabei mehr als nur Workshops – sie sind Katalysatoren für Gemeinschaft, Kreativität und regionale Identifikation. Sie zeigen, dass jeder etwas beitragen kann, und machen sichtbar, was eine Region besonders macht.

Bestehende Initiativen zum Beispiel von Fachorganisationen, Vereinen und anderen Gruppen werden begleitet und bei der Umsetzung und Weiterentwicklung unterstützt. Folgend sind exemplarisch Möglichkeiten genannt: 

  • MACHWAS-Tage aha mit dem Thema Wertschätzung verknüpfen, in den ländlichen Raum bringen und neue Ideengeber:innen einbinden
  • Wertschätzende Diskussionskultur in politischen Gremien

Aufruf für Kleinprojekte

Im Projekt wird zusätzlich zu den Wertstätten ein eigener Aufruf für Kleinprojekte – in allen Maßnahmen – im Konnex Wertschätzung vorbereitet und dem Projektauswahlgremium vorgeschlagen. Damit erhalten Personengruppen, Vereine, Gemeinden etc. eine weitere Möglichkeit, direkt aktiv und selbstwirksam zu werden. 

Bewusstseinsbildung

Ergänzend wird über Öffentlichkeitsarbeit und unterschiedliche Veranstaltungen wie Vorträge und Workshops Bewusstseinsbildung in den Regionen zum Thema Wertschätzung betrieben.

Voneinander lernen: Austausch mit anderen Akteur:innen

Parallel zu diesem Projekt laufen in anderen Lokalen Aktionsgruppen, Regionen und von anderen Akteur:innen Projekte zum Thema Wertschätzung, Selbstwirksamkeit, Gesellschaft und Demokratie. Um Synergien zu nutzen und voneinander zu lernen, werden mit diesen Akteur:innen Austauschtreffen organisiert. Der wiederkehrende Dialog ermöglicht gegenseitiges Lernen, den fachlichen Austausch und die Weiterentwicklung von Ansätzen und Formaten. Projektergebnisse werden im Sinne des voneinander Lernens laufend zugänglich gemacht.

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