Veranstaltungsreihe für Gemeindeverantwortliche

Veranstaltungsreihe Gemeindeverantwortliche

Gemeinschaftlich Bauen und Wohnen

Das Thema Bauen und Wohnen steht in vielen Gemeinden immer wieder oben auf der Tagesordnung. Gemeinschaftliche Wohnformen können eine interessante Alternative sein, um bedürfnisgerechtes Wohnen und Leben zu ermöglichen. Mit einer dreiteiligen Veranstaltungsreihe über gemeinschaftliches Bauen und Wohnen lädt die Regionalentwicklung Vorarlberg Entscheidungsträger*innen in Gemeinden ein, sich hiervon ein Bild zu machen.

Die Veranstaltungsreihe besteht aus

  • einem Abendvortrag (Wohnpark „ALLENgerechtes Wohnen“ in Burgrieden, Josef Pfaff, Bürgermeister) am 3. März 2022, Wohnanlage "miteinander füreinander", Andelsbuch
  • einer Fachexkursion nach Wangen zum Wohnprojekt wohnenPlus am 11. März 2022 und
  • einem Planspiel am 25. März und 1. April 2022.

Die Veranstaltungen richten sich an Bürgermeister*innen, Gemeindemandatar*innen und themenbezogene Ausschussmitglieder. Für ein vertieftes Verständnis empfehlen wir die Teilnahme an allen drei Veranstaltungen; eine Teilnahme an einzelnen Veranstaltungen ist möglich. Insbesondere für das Planspiel empfehlen wir die vorherige Teilnahme an der Exkursion oder dem Abendvortrag, so dass Grundkenntnisse zum gemeinschaftlichen Wohnen bei allen Teilnehmenden vorhanden sind. Die Teilnahme ist kostenlos. Die Veranstaltungsreihe ist Teil des LEADER-Projekts „Neue Nachbarschaft“.

Die Veranstaltungen finden unter Berücksichtigung der jeweils dann geltenden Hygienevorgaben statt. Je nach aktueller Situation kann es zu Anpassungen kommen.

Programm der drei Veranstaltungen als pdf

Anmeldung


Der Wohnpark „ALLENgerechtes Wohnen“
Vortrag von Josef Pfaff, Bürgermeister von Burgrieden (D), mit anschließender Diskussion

Donnerstag, 3. März 2022, 18.30-20.30 Uhr, Wohnanlage "miteinander füreinander", Hof 816, 6866 Andelsbuch

Wohnpark Burgrieden
Der Wohnpark "ALLENgerechtes Wohnen in Burgrieden. Foto: Konrad Ganal

 

Die Gemeinde Burgrieden (knapp 4000 Einwohner*innen) hat sich gemeinsam mit der Bürgerstiftung Burgrieden auf einen bemerkenswert selbstbewussten Weg für die Entwicklung eines neuen, „ALLENgerechten“ Wohnquartiers in zentraler Ortslage gemacht. Auf einem gemeindeeigenen Grundstück wurde ein Wohnquartier für alle Altersgruppen und Lebenslagen entwickelt und 2016 eingeweiht, in dem auch die älteren Bürger*innen eine optimale barrierefreie Wohnsituation mit Anschluss an die Gemeinschaft aber auch Rückzugsmöglichkeiten in der eigenen Wohnung finden. Der Wohnpark besteht aus vier Gebäuden mit 44 Wohnungen unterschiedlicher Größe, Gemeinschaftsflächen wie Café und Gästewohnung, mit Grünflächen dazwischen und einem Atrium in der Mitte der Anlage. Die Wohnungen wurden bevorzugt an einheimische Käufer*innen und Mieter*innen vergeben.

Mehr Informationen:

Im Rahmen der Veranstaltung wird auch der Veranstaltungsort, die Wohnanlage miteinander füreinander, vorgestellt und besichtigt. Das gemeindeeigene Haus im Ortszentrum versteht sich als zeitgemäße Antwort auf die vielfältigen Wohnbedürfnisse der Bevölkerung. Mehr Informationen

Anmeldung


Gemeinschaftliches Bauen und Wohnen erleben
Fachexkursion zum genossenschaftlichen Wohnprojekt wohnenPlus in Wangen

Freitag, 11. März 2022, 13.00-17.00 Uhr, wohnenPlus Wohngenossenschaft e.G., Spinnereistr. 8, D-88239 Wangen

Wohnprojekt Wohnenplus in Wangen
Foto: Andreas Skibicki

Auf dem Gelände einer ehemaligen Baumwollspinnerei errichtet die Genossenschaft wohnenPlus ein gemeinschaftliches Wohnprojekt. Generationsübergreifend, familienfreundlich, weitgehend barrierefrei und ökologisch wollen die Bewohner*innen die Stadt Wangen um ein neues Viertel bereichern.Das Projekt besteht aus mehreren Abschnitten im Neu- und Bestandsbau, in denen insgesamt 30 Wohneinheiten in unterschiedlicher Größe für Singles, Paare, Familien, WGs und Gemeinschaftsräume entstehen sollen. Die ersten Bewohner*innen zogen im April 2021 ein, damals noch in eine unfertige Baustelle. Für den zweiten Bauabschnitt wurde im September 2021 das Richtfest gefeiert. Das Projekt ist ein gelungenes Beispiel für sozial-integriertes, nachhaltiges Bauen und Wohnen.

Der Besuch in Wangen ermöglicht den Austausch mit Verantwortlichen der Genossenschaft, dem Architekten und Bewohner*innen.

Mehr Informationen

Anmeldung

Programm

13.15 Uhr Bregenz Bahnhof, Abfahrt mit dem Reisebus
14.00 Uhr Begrüßung durch Eva Wonneberger, Aufsichtsrätin von wohnenPlus
14.10 Uhr Impulsvortrag durch Theo Keller, Architekt:
Überblick zum Projekt, Herausforderungen, Lösungen, Prozess
14.30 Uhr Begehung des Wohnprojekts
15.30 Uhr Reflexionsrunde
16.30 Uhr Abfahrt Wangen
17.00 Uhr Rückankunft Bregenz Bahnhof

Planspiel gemeinschaftliches Bauen und Wohnen

Freitag, 25. März und 1. April 2022, 14.00-17.00 Uhr, Ort und andere Termine nach Vereinbarung

Planspiel

Anzahl Teilnehmer*innen: zw. 8-20 Personen aus einer oder mehreren Gemeinden. Für die Anmeldung von mehreren Personen aus der gleichen Gemeinde bitten wir um Bekanntgabe einer gemeinsamen Ansprechperson.

Zielgruppe
Das Planspiel richtet sich primär an Gemeindegremien und Mandatar*innen im Gebiet der Regio-V, die mit raumplanerischen und städtebaulichen Fragestellungen zu tun haben und – im Kontext des steigenden Bedarfs an leistbarem Wohnraum – Interesse an alternativen Entwürfen zur nachhaltigen Wohnraumbeschaffung und Lebensraumgestaltung haben.
Wir empfehlen die vorherige Teilnahme am Vortrag oder an der Exkursion dieser Veranstaltungsreihe, damit ein Grundwissen zum gemeinschaftlichen Wohnen vorhanden ist.

Kontakt und organisatorische Fragen:
Aurelia Ullrich-Schneider, Regio-V, aurelia.ullrich@regio-v.at, 05579 71719

Inhaltlich-fachliche Fragen:
Paul Stampfl, Telesis GmbH, paul.stampfl@telesis.at, 0660 4852504
Die Bietergemeinschaft Telesis-ISK führt das Planspiel im Auftrag der Regionalentwicklung Vorarlberg durch.

Ablauf
Den teilnehmenden Personen wird durch das Ziehen einer Rollenkarte eine zu spielende Rolle innerhalb der definierten Rollengruppen zugeordnet. Die Rollenkarten legen Wünsche, Bedürfnisse und Forderungen (Wohnraum, Raumtypologien, Raum-, Infrastruktur- und Sozialfunktionen, Flächen etc.) einzelner Gruppen fest. Diese werden zuerst in Gesprächen und anhand planerischer Entwürfe mit Bauklötzchen und Flächenplättchen innerhalb der Rollengruppe, anschließend bilateral zwischen den Rollengruppen eingebracht, argumentiert, reflektiert und zum Abschluss im Plenum ausverhandelt.

Ziele

  • die Teilnehmer*innen an die teilweise abstrakten Begrifflichkeiten und Maßzahlen der Orts- und Raumplanung wie z.B. Quartier, Nachbarschaft, Wohngemeinschaft, Baunutzungszahl, Flächenwidmung etc. heranzuführen;
  • raumrelevante Aspekte, Orientierungspunkte, Kennzahlen zu vermitteln und spielerisch die Grundlagen, Funktionen, Systemgrenzen und Potenziale des Standorts aufzuzeigen;
  • relevante Raumstrukturen, Flächen, Angebotsräume, Wohnformen und Raumtypologien sowie deren Funktionen und potenzielle Nutzungen zu erörtern und darzustellen;
  • mit Bedürfnissen verschiedener Interessensgruppen hinsichtlich Wohnraum und Nutzflächen, Angebotsräumen und räumlicher Vielfalt, sozialen Angeboten und Freiräumen usw. vertraut zu sein und ermächtigt zu sein, diese am Spielplan auszuhandeln und planerisch darzustellen;
  • ortsbauliche Entwürfe, Bebauungsvorschläge und Baukörper (Geschossigkeit, Kompaktheit, Erschließungs-, Verkehrs-, Gemeinschaftsflächen, Durchwegung, ÖPNV, Energieversorgung, …) zu erarbeiten und darzustellen;
  • die Bedürfnisse und Bedenken verschiedener Akteure und Zielgruppen zu sammeln und zu reflektieren.

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