Unser Dorfraum

                                    
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                                    © Foto: Gemeinde Langenegg In Langenegg wurde der leerstehende Kindergarten umgestaltet und lädt nun als Begegnungsraum alle ein.

                                    
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                                    © Foto: Gemeinde Langenegg Eröffnung des Begegnungsraums im April 2025

                                    
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                                    © Foto: Gemeinde Langenegg In Langenegg wurde der leerstehende Kindergarten umgestaltet und lädt nun als Begegnungsraum alle ein.

Unser Dorfraum

LES 23-27

Projektträger:in Gemeinde Langenegg 6941 Langenegg Webseite

19. September 2024
31. Dezember 2025

20.959,67 €

Umgestaltung des ehemaligen Kindergartens zu einem lebendigen Treffpunkt für Austausch, Mitmach-Aktivitäten, Kultur und Engagement für Menschen jeden Alters

Im Rahmen des Beteiligungsprozesses zur Entwicklung des Langenegger Dorfzentrums wurde der Wunsch geäußert, einen Treffpunkt zu schaffen, der Menschen zusammenbringt. Es sollte ein Raum entstehen, in dem sich die Bevölkerung ohne Konsumzwang begegnen kann – ein Ort, der dazu einlädt, Gemeinschaft zu pflegen. Zahlreiche Ideen wurden entwickelt, um einen lebendigen und einladenden Mittelpunkt zu schaffen. Eine eigens eingesetzte Arbeitsgruppe kümmerte sich um die Umsetzung und hauchte dem alten Kindergarten neues Leben ein. Mit zahlreichen ehrenamtlichen Arbeitsstunden und der Unterstützung durch Gemeindemitarbeiter:innen konnte die Vision Wirklichkeit werden.

Ganz im Sinne des Nachhaltigkeitsgedankens wurde bereits vorhandene Struktur genutzt und die bereits bestehenden Räumlichkeiten sowie die alten Möbel wurden restauriert. Spielzeug, das in Privathaushalten keine Verwendung mehr fand, bekam hier ein neues Zuhause. Auch die Bücherei erweiterte die Kinderecke mit aussortiertem Buch- und Spielmaterial.

Ganz nebenbei entstand ein kleiner Bücherflohmarkt, der von unserem engagierten Büchereiteam betreut wird.

Der Raum bietet nun nicht nur die Möglichkeit, sich ungezwungen und ohne Konsumzwang zu treffen – auch Vereine sind eingeladen, hier Sitzungen abzuhalten. Kleineren Veranstaltungen wird ein ansprechender Rahmen geboten. Durch mobile Raumteiler lässt sich die Raumgröße flexibel anpassen. Das durchdachte Farbkonzept schafft eine besondere Wohlfühlatmosphäre.

Seit Mai 2025 hat der Begegnungsraum regelmäßig geöffnet und lädt dazu ein, nach dem Einkauf im Dorf, einem Spaziergang oder einfach auf der Suche nach Gesellschaft vorbeizukommen. Für Eltern ist er zu einem beliebten Treffpunkt für Spielenachmittage geworden.

Beim Beteiligungsprozess zur Dorfzentrumsentwicklung haben sich die Langenegger:innen im Rahmen der Zukunftsperspektive "Dorfgemeinschaft & Willkommensein" die Frage gestellt, wie das Ortszentrum von Langenegg gestalten sein kann, dass es Gemeinschaft und Willkommenskultur unterstützt.

Die Antwort darauf: „Es ist ein Ort der Begegnung, der jeder und jedem - völlig unabhängig von Herkunft oder Kenntnis des Ortes - Orientierung und Anschluss bietet. Durch Mitmach-Möglichkeiten, Erlebnisse von Kultur, Engagement und Austausch ist das Dorfzentrum mehr als nur der Ort für tägliche Erledigungen, es bietet vielfältige Begegnung und seelische Nahversorgung. Das Dorfzentrum ist vor allem ein Dialogort und weniger ein Parkplatz. Es hat Elemente, die dafür notwendig sind: flexible Möbel, Kennzeichnung der Gebäudefunktionen und attraktive Außen- / Zwischenräume.“

Das Zentrum von Langenegg strahlt Lebendigkeit und Offenheit aus, es ermöglicht vielfältige Bespielung und ist eine Ressource für die Gemeinschaft. Diese Lebendigkeit passiert nicht von alleine, sondern im Miteinander aller. Das Zentrum von Langenegg ist ein Mosaik aus Beziehungen, Natur, Kultur und nachhaltiger Entwicklung, das eine gute Zukunft nicht nur vorzeichnet, sondern lebendig werden lässt.

Eine dieser gewünschten Begegnungsmöglichkeiten soll in den Räumlichkeiten des „ehemaligen Kindergartens“ geschaffen werden. Dieser soziale Treffpunkt ermöglicht Austausch mit Gleichgesinnten aber auch mit Menschen außerhalb der eigenen "Bubble". Er ist ein Dorftreff ohne Konsumzwang und bietet Platz für Erholung und Kommunikation.

Die Räumlichkeiten des ehemaligen Kindergartens der Gemeinde befinden sich oberhalb der Feuerwehrgarage im unmittelbaren Dorfzentrum. Der Raum mit ca. 100 Quadratmetern Fläche, Garderobe/Eingangsbereich, Abstellraum und Sanitäranlagen wird seit 20 Jahren nicht mehr als Kindergarten verwendet und wurde seitdem kaum verändert. Vereine und Initiativen nutzen ihn zeitweise für Proben oder Besprechungen.

Die Lage und Größe dieser Räumlichkeiten eignen sich perfekt für die Umsetzung eines sogenannten „Dritten Ortes“. Mit den Erkenntnissen aus der Auftaktveranstaltung und einem Besuch von „Klein Wien“ in Doren und Austausch mit dem Kulturverein hat die ortsansässige Architektin Claudia Greußing gemeinsam mit der Gemeindeverwaltung einen ersten möglichen Plan für die Gestaltung des Raumes entworfen.

Die Gemeinde unterstützt und koordiniert und stellt die Räumlichkeiten sowie nötigen Eigenmittel zur Verfügung. Inhaltlich soll die Umsetzung aber weitestgehend aus der Bevölkerung heraus entstehen und wachsen dürfen. Eine Steuerungsgruppe mit verschiedensten Interessensgruppen aus der Bevölkerung stellt sicher, dass möglichst alle Anliegen und Wünsche gehört und berücksichtigt werden.

Mit Projektbeginn im Herbst 2024 nahm die Steuerungsgruppe ihre Arbeit auf und koordinierte die Planung und Umsetzung des Begegnungsraums. In mehreren Treffen wurden Aufgaben verteilt, Zeitpläne erstellt und gezielt freiwillige Helfer:innen aus dem Ort zur aktiven Mitwirkung motiviert. Ebenso wurden lokale Handwerksbetriebe – insbesondere Tischlereien – eingebunden.

Die baulichen Maßnahmen starteten im Oktober 2024 und umfassten:

  • Abschleifen und Versiegeln des Holzbodens
  • Abschleifen und Streichen der Heizkörper
  • Streichen und Neugestaltung der Wände
  • Austausch alter Vorhänge durch moderne, lichtregulierende Stoffe
  • Einbau einer neuen Küche inkl. Theke, Stauraum und moderner Geräte (Herd, Kühlschrank etc.)
  • Einrichtung einer Kinderspielecke mit weichen Sitzgelegenheiten und Spielmaterial
  • Restaurierung der alten Kindermöbel (Tische, Stühle)
  • Restaurierung und Montage mobiler Möbelelemente, die flexibel als Regale und Raumtrenner genutzt werden können
  • Ausstattung mit Tischen, Stühlen und einer gemütlichen Lounge-Ecke

Die Umgestaltung wurde mit ehrenamtlichem Engagement realisiert und fand breite Unterstützung in der Bevölkerung.

In der Gemeinde wurde regelmäßig informiert und neue Personen für die Mitarbeit wurden aktiviert. Der Dorfraum wurde am 24. April 2025 feierlich eröffnet. Zusätzlich erfolgte die Bekanntmachung über Gemeindemedien (Website, Mitteilungsblatt), Social Media, Aushänge und persönliche Netzwerke. Die Etablierung des Begegnungsraums als offener, inklusiver Treffpunkt ist auf gutem Weg – das Gemeinschaftsgefühl im Dorf wurde sichtbar gestärkt.

Das Betriebskonzept baut auf Eigenverantwortung und Rücksichtnahme: Nutzer:innen behandeln die Einrichtung sorgfältig, räumen benutztes Geschirr in die Spülmaschine (bzw. räumen sie aus) und reinigen Tische oder Boden bei Bedarf selbst (Stichwort „besenrein“). Getränke und Snacks stehen während der Öffnungszeiten in Selbstbedienung gegen einen empfohlenen Unkostenbeitrag (Richtwerte laut Aushang) bereit und werden selbstverantwortlich über die bereitstehende Handkassa bezahlt. Verunreinigungen oder Schäden werden dem Gemeindeamt gemeldet. Die Gemeinde übernimmt auch die regelmäßigen Reinigungsarbeiten des Raums inkl. Vorraum und WCs sowie Müllentleerung. Zu den laufenden Öffnungszeiten wird der Raum über eine rollierende Zuständigkeit (Gemeindeverwaltung, Praktikantin, Freiwillige) geöffnet und wieder abgesperrt. 

Der neue Begegnungsraum im alten Kindergarten hat sich zu einem lebendigen und wertvollen Treffpunkt im Dorf entwickelt. Er stärkt das soziale Miteinander in Langenegg und trägt wirksam zur Vermeidung von Vereinsamung und sozialer Isolation bei. Menschen aller Generationen finden hier einen konsumfreien Raum, der zu spontanen Begegnungen, Gesprächen und gemeinsamen Aktivitäten einlädt.

Das Projekt förderte das Ehrenamt und das WIR-Gefühl im Dorf: Durch die aktive Mitgestaltung in Planung, Umbau und Betrieb wurde ein starkes Gemeinschaftsgefühl geschaffen. Die Wiederverwendung von Mobiliar und Spielmaterialien sowie die Einbindung der Bücherei zeigen gelebte Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung.

Der Raum wird mittlerweile regelmäßig genutzt – von Eltern mit Kindern, Spaziergänger:innen, Vereinsmitgliedern und Nachbar:innen – und hat sich als inklusiver Ort der Begegnung fest im Dorfleben etabliert. Er unterstützt die Vision von Langenegg als lebenswerte Heimat und lebendige Gemeinschaft und ist ein sichtbares Zeichen dafür, wie gemeinschaftliches Engagement konkrete Verbesserungen für das Zusammenleben schafft.

Der Dorfraum ist gelebter Teil der Vision, die wir für Langenegg definiert haben: „Langenegg ist lebenswerte Heimat und lebendige Gemeinschaft“ und zeigt, dass wir als soziales Dorf geprägt sind von den Menschen, die hier leben, sich engagieren und beteiligen. Unser Dorfraum ist ein Projekt mit dem Dorf und für das Dorf und schafft im wahrsten Sinne des Wortes Raum und Zugehörigkeit für jede Bewohnerin und jeden Bewohner.

Raum für Begegnung in Langenegg

Raum für Begegnung in Langenegg

25. April 2025

Ein Raum, in dem sich die Bevölkerung ohne Konsumzwang treffen kann und wo Menschen zusammenfinden:…

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