Slow-Food-Vernetzung
Vernetzen, gemeinsam sichtbarer werden und Bewusstsein schaffen – für gute, saubere und faire Lebensmittel
Beim Dornerhof in Sibratsgfäll findet nun bereits seit fünf Jahren – jeweils von Mai bis Oktober – regelmäßig der Slow-Food-Markt „Markt der Erde“ statt. Daran nehmen jeweils zwischen 15 und 20 Produzent:innen teil. Slow Food entstand als Gegenbewegung zu Fast Food und steht für gute, saubere und faire Lebensmittel.
Mit dem Projekt möchte Slow Food Sibratsgfäll die Philosophie und Grundhaltung der Slow-Food-Bewegung in Vorarlberg weiter stärken, die Slow-Food-Produzent:innen porträtieren und vorstellen sowie die Vernetzung und Zusammenarbeit zwischen Slow Food Sibratsgfäll, Slow Food Vorarlberg und Slow Food Österreich stärken. Übergeordnetes Ziel ist es, die Sichtbarkeit bei Konsument:innen durch ein abgestimmtes und zusammengehörendes Auftreten zu erhöhen und Produzent:innen, Gastronom:innen und Konsument:innen, auch außerhalb des Marktes, stärker miteinander in Kontakt zu bringen.
Im LEADER-Projekt Earth Market Sibratsgfäll (2020-2022) ist der, zwischen Mai und Oktober monatlich stattfindende, Markt der Erde entstanden. Nach fünf Jahren ist der Markt etabliert und wird von den Konsument:innen sehr stark angenommen und geschätzt, da regional und nach den Slow-Food-Kriterien gearbeitet wird. Am Markt nehmen zwischen 15 bis 20 Produzent:innen teil.
Der Markt der Erde Sibratsgfäll ist einer von sechs Slow-Food-Märkten in Österreich und lebt die Slow-Food-Philosophie "gut, sauber, fair". Die Slow-Food-Bewegung wurde 1986 in Italien von Carlo Petrini gegründet. Auslöser war der geplante Bau einer McDonald’s-Filiale an der Spanischen Treppe in Rom – ein Symbol für die zunehmende Verdrängung regionaler Esskulturen durch globale Fast-Food-Ketten. Slow Food entstand als Gegenbewegung zum Fast Food. Heute ist Slow Food eine weltweite Bewegung, die sich für gutes, sauberes und faires Essen einsetzt. Um als Slow-Food-Produzent:in gelistet zu werden, muss nach allgemeinen und nach Produktgruppen spezifischen Kriterien gearbeitet werden.
Unter den Slow-Food-Produzent:innen in Vorarlberg sowie zwischen Slow Food Österreich und Slow Food Vorarlberg gibt es aktuell noch wenig Vernetzung. So sind aktuell auf Slow Food Österreich nur zwei Slow Food Betriebe aus Vorarlberg gelistet. Nun will der Verein Slow Food Sibratsgfäll, in enger Abstimmung mit Slow Food Vorarlberg, mit dem Projekt die Vernetzung stärken und die Slow-Food-Betriebe nach außen aber auch untereinander sichtbarer machen.
- Vernetzung und Sichtbarkeit von Slow Food in Vorarlberg und Produzent:innen des Markt der Erde Sibratsgfäll
- Abstimmung mit Slow Food Vorarlberg und Vertiefung der Zusammenarbeit für ein von außen wahrnehmbares, einheitliches Auftreten
- Produzent:innen enger mit Konsument:innen und Gastronomie zusammenbringen
- Bewusstsein über den Wert von nachhaltig produzierten Lebensmitteln steigern
- Slow-Food-Philosophie für die breite Masse und nicht nur für eine elitäre Gruppe positionieren
Im Projekt soll durch unterschiedliche Maßnahmen das Slow-Food-Netzwerk in Vorarlberg gestärkt, der öffentliche Auftritt von Slow Food in Vorarlberg abgestimmt und die Sichtbarkeit der Slow-Food-Betriebe erhöht werden.
Hierzu wird die Webseite von Slow Food Sibratsgfäll mit Schnittstellen programmiert, sodass Slow-Food-Partnerbetriebe, erfasst auf der österreichweiten Webseite, automatisiert über Auswahlfilter auf der Webseite vom Markt der Erde Sibratsgfäll und Slow Food Vorarlberg dar- und vorgestellt werden können. Das Erfassen der Mitglieder soll nur an zentraler Stelle erfolgen, damit Datenredundanz vermieden wird.
Zum Beginn ist es wichtig, dass die Vorstellungen von Slow Food Vorarlberg mit jenen von Slow Food Österreich und dem Markt der Erde Sibratsgfäll in Einklang gebracht werden. Im Anschluss müssen die nicht erfassten und noch nicht sichtbaren Mitglieder zum Teil noch gefunden, besucht und begleitet werden, damit sie auf den Webseiten sichtbar werden. Der Fokus von SF Sibratsgfäll liegt auf den Produzent:innen des Marktes der Erde sowie regionalen Slow Food Gastronom:innen.
Das Portraitieren erfolgt nach Vorgabe von Slow Food Österreich. Hierzu sind Texte und Bilder zu erstellen. Das garantiert eine einheitliche und abgestimmte Kommunikation der Slow-Food-Philosophie und Partnerbetriebe von nationaler bis regionaler Ebene.
Während der Projektphase übernimmt eine eigens angestellte Person die Organisation und Koordination, Befüllung der Website, Vernetzung mit Slow Food Vorarlberg und Slow Food Österreich sowie Produzent:innenbesuche. Diese Aufgabe gilt es jedoch für Vorarlberg in eine tragfähige Struktur einzugliedern, um den Fortbestand nachhaltig zu finanzieren und zu sichern.
Die Stärkung der Zusammenarbeit und die Abstimmung mit Slow Food Vorarlberg ist ein zentrales Ziel des Projekts. Hierzu wird ein regelmäßiger Austausch gepflegt. Gerade auch vor dem Hintergrund des 30-Jahre-Jubiläums im Jahr 2026 der Slow-Food-Bewegung in Vorarlberg.