Brücken bAUen
                                    
                                    © Foto: LBSDO1 (Hintergrund mit Gemini entfernt) Brücke aus dem Lehrlingsprojekt 2026 der Landesberufsschule Dornbirn 1

Brücken bAUen

LES 23-27

Projektträger:in akKURAT – Verein zur Förderung der Bregenzerwälder Barockbaumeister-Geschichte 6883 Au Webseite

19. März 2026
31. Dezember 2028

24.858,71 €

Schärfung der musealen Ausrichtung für den Brückenschlag vom Damals ins Jetzt und vom Museum in die Wirtschaft und Gesellschaft

Mit dem Projekt möchte der Verein akkurat die Ausrichtung des Barockbaumeister Museums Au schärfen, um damit Brücken vom Damals ins Jetzt und vom Museum in die Wirtschaft und Gesellschaft zu bauen:  

  • Die Auer Barockbaumeister waren die Ersten, die in ihrer Art der Vernetzung, der Organisation und des Lerntransfers im Bodenseeraum und darüber hinaus monumentale Bauwerke errichteten. Ihre Arbeit hatte wirtschaftliche und gesellschaftliche Impulswirkung für die ganze Region. Das Barockbaumeister Museum möchte dieses weitgehend unerforschte Potential der Geschichte mit dem Heute verbinden. 
  • Die Auer Zunft ist eigentlicher Museumsinhalt und war anfänglich stark in die Museumsgründung involviert, agiert heute aber isoliert und abgehängt. Die Zünfte insgesamt stellen sich Fragen einer zeitgemäßen Zukunftsorientierung. Ziel ist die Aktivierung der Mitglieder der aktuellen Auer Handwerkerzunft, die ihr aktuelles Wirken, ihr Know-how und ihre Vernetzung auch im musealen Kontext sichtbar machen kann. Das Barockbaumeister Museum soll den Wissensaustausch unterstützen und aktuelle Zunftprojekte sichtbar machen. 
  • Auch außerhalb der Zünfte soll die gegenwärtige Gestaltungskompetenz von Architekt:innen und Handwerker:innen vor Ort sowie von Leitbetrieben sichtbar gemacht werden. 

Der Fokus liegt auf dem Wissensaustauch als Schnittstelle zwischen den nur scheinbar unterschiedlichen Realitäten von Kultur und Wirtschaft. Eine sinnstiftende Verbindung von Kultur und Wirtschaft führt zu einer wechselwirkenden Kraft, die beide Bereiche zukunftsfitter werden lässt. Schritt für Schritt möchte sich das Museum durch den Wissensaustausch auch in den Köpfen der heimischen Unternehmer:innen verankern, um deren gesellschaftliches Sozialkapital in Richtung gesellschaftlicher Verantwortung zu aktivieren.

2020-2025 Phase I: Museumsgründung und Etablierung: 
Das Barockbaumeister Museum Au eröffnete 2021. Inhaltlich lenkt es den Blick auf das Wirken der Barockbaumeister und die Gründungsgeschichte der Auer Zunft, stellt aber auch die heutige Gestaltungskompetenz des Handwerks im Bregenzerwald ins Schaufenster. Mit stabilen Besucherzahlen von ca. 6.000 Eintritten pro Jahr etablierte sich das Museum in den ersten vier Jahren erfolgreich. Etwa 65 Prozent des Publikums wird in Form von Führungen betreut.

2025-2026 Phase II: Strategiecheck - wo stehen wir, wo sind unsere Potentiale? 
Im Rahmen von Strategie-Workshops mit Winfried Nußbaummüller wurden die grundsätzliche Ausrichtung des Museums und Potentiale zukünftiger Schwerpunktsetzungen erörtert. Das Museum ist in seinen Möglichkeiten durch die räumliche Begrenzung im Gebäude gehemmt. Daraus entstand die Idee, das Museum nach außen zu erweitern. Das beschränkt sich nicht nur auf den Vorplatz des Museums, sondern geht soweit, dass Kooperationen und eine stärkere Zusammenarbeit mit der Auer Zunft (z. B. am Zunfttag), regionalen Vereinigungen (Werkraum) und Unternehmen (z. B. Vorträge) angedacht werden.

Das zentrale Ziel im Projekt ist der Brückenschlag des Museums in Richtung Gesellschaft und Unternehmertum: zum Zunftverein, zu den regionalen Unternehmer:innen und Projektpartner:innen und darüber hinaus zum überregionalen Netzwerk im Wirkungsraum der Barockbaumeister. 

  • Verbindung Vergangenheit und Jetzt: Barockbaumeister Museum und Auer Zunftverein 
  • Profilschärfung Museum in Richtung Gesellschaft und Unternehmertum 
  • Erweiterung des Ausstellungsangebots unter Berücksichtigung der beschränkten räumlichen Möglichkeiten
  • Gestaltung und Umsetzung musealer Vermittlungsinstrumente (Drucksorten) 
  • Impulse im Bereich Kunst und Forschung

Neue und gestärkte Projektpartnerschaften 

  • Entwicklung nachhaltiger Projektpartnerschaften, welche den Brückenschlag vor Ort, im Bregenzerwald (u. a. Auer Zunft, Werkraum, Unternehmer:innen), in Vorarlberg (Vorarlberg Museum), sowie im Wirkungsraum der Barockbaumeister herstellen sollen. Vorrangige Projektpartner:innen sind Unternehmen, die wie die Barockbaumeister mit innovativen Konzepten nach Außen gehen (etwa Kaufmann-Bausysteme, Blum, Collini, Doppelmayr, …).
  • Aktivitäten zur Bindung der Zunftmitglieder und anderen Betrieben vor Ort 
  • Nutzung des Schaufensters für Handwerksunternehmen (Zunft- und Nichtzunftmitglieder sowie Werkraum-Objekte)

Neue Museumsangebote

  • Entwicklung maßgeschneiderter inhaltlicher Veranstaltungen und Angebote: Innovative und kreative Angebote sollen den Brückenschlag ermöglichen. Dafür braucht es eine Erweiterung des Vermittlungsprogramms: z. B. Veranstaltungen zum Thema „Generalunternehmer einst und heute“ mit Bezug auf die moderne Bregenzerwälder Holzbaukunst; Impulse zum Thema Lehre heute und zur Zeit der Auer Zunft; Wissensaustausch über fachliche Barockgespräche mit beispielsweise Mathias Moosbrugger, Philipp Zitzelsberger, Yvonne Nortemann oder Gottfried Bechtold 
  • Entwicklung des Konzepts für wiederkehrende Sonderausstellungen: z. B. 2026 Spotlight „Adel verpflichtet. Eine Annäherung an Franz Beer von Bleichten zum 300. Todestag“, 2027 Herbert Albrecht, 2028 Wendelin Moosbrugger) 
  • Profilschärfung der Musemsarbeit in Text, Bild, Medien, Kommunikation (Katalog, Drucksorten, Werbung, Dokumentation): Entwicklung einer Broschüre zum Museum und Projektpartner:innen.

Kunst und Forschung

  • Schwerpunktsetzungen zeitgenössischer Kunst: Via Kunst die Themen der Barockbaumeister ins Heute holen (z.B. Edition Gottfried Bechtold).
  • Forschung soll eine zentrale Angelegenheit und Aufgabe des Barockbaumeister Museums bleiben. Heutige Methoden der Kooperationspartner:innen sollen ins Verhältnis zu den Methoden der Barockbaumeister gestellt werden (z. B. Bauforschung Wolfgang Fiel).

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