Servus Vorarlberg!

Wissen und Bewusstsein für regionales Erleben, Kultur und Sprache. Ein Angebot für Tourismus-Mitarbeiter/innen zur Weiterempfehlung an Gäste.

Projektdauer: 01.01.2018 - 30.10.2019

Projektträger

Montafon Tourismus GmbH

Montfonerstrasse 21

6780 Schruns

Kurzbeschreibung

Die Tourismusregion Montafon wie auch die Alpenregion Bludenz schaffen in enger Zusammenarbeit mit der Wirtschaftskammer Vorarlberg ein Pilotprojekt zur Stärkung von MitarbeiterInnen im Tourismus in Vorarlberg aus. Eine stärkere Bindung wie auch das Gefühl des „Willkommens“ soll insbesondere für neue Mitarbeiter mit gestärkt werden. Wissen und Bewusstsein für regionale Kultur und Sprache sowie dessen Erleben stehen dabei im Mittelpunkt. Eine nachhaltige Integration von teils neuen MitarbeiterInnen sowie die Wissensvermittlung über regionale Besonderheiten, Sprache und unsere typische „Gastfreundschaft auf Vorarlberger Art“ werden besonders gefördert.

Es werden als Basis für das regionale Pilot-Projekt verschiedene Schritte zur besseren Vermittlung von Regionalität, Sprache, Kultur und Wissensvermittlung wie folgt im Pilotprojekt geplant und umgesetzt: 1. Das kompakte Erfassen und Vermitteln von regionalen Besonderheiten der Region. 2. Es werden Erlebnisse für MitarbeiterInnen im Tourismus als Erlebnis organisiert - in Folge zur Weitervermittlung und Begeisterung von Gästen. Nur authentisch Erlebtes kann vermittelt werden! 3. Wissen über regionale Besonderheiten, Sprache und Kultur werden zum einen durch spannende Kurzworkshops und Meetings vermittelt. Diese schaffen und fördern zudem die Grundlage für den notwendigen sozialen Kontakt und Austausch für die TeilnehmerInnen für eine bessere Integration wie auch für direktes spielerisches Lernen. 4. Zum anderen: das Erlebte wie auch die Workshops werden durch eine digitale Lernplattform in leicht verständlicher und ansprechender Art unterstützt. Dies wird hier in Ansätzen aufgebaut. 5. Weiters wird ein Basiskonzept für regionale Anlaufstellen für Tourismus-MitarbeiterInnen zur Information vor Ort geschaffen. Die „Willkommenskultur für MitarbeiterInnen“ soll gestärkt werden.

Ausgangslage

Vorarlberg punktet als Gastgeberland durch ein gewisses Maß an Authentizität. Viele Gäste besuchen das Land, um Regionaltypisches und die für Vorarlberg bekannte „Gastfreundlichkeit“ zu erleben. Diese regionale Authentizität ist ein essentieller Bestandteil der Unverwechselbarkeit und damit, bei ausreichender Vermittlung an die Gäste, eine Stärkung der USPs.

Verantwortliche der Tourismusbranche haben die Regionalität als Maxime der Tourismuswirtschaft erklärt. Das Thema ist sowohl in der Tourismusstrategie 2020, im Projekt „Gastgeben auf Vorarlberger Art“, in der Landwirtschaftsstrategie „Ökoland Vorarlberg“ als auch in der Leader-Strategie „Lebendige Dörfer LE2020“ verankert. Darin wird vermerkt, dass es wichtig ist, die regionalen Unternehmen auf die regionale Authentizität hin zu sensibilisieren und damit ein kollektives Verhalten in den Bereichen Architektur, lokaler Ressourcen und Erzeugnisse, Kulinarik, Gastlichkeit, Vermittlung kultureller Wert und Kulturlandschaften zu erwirken. Regionale Besonderheiten können nur in breiter Basis wahrgenommen werden, wenn das Wissen über diese an den Gast vermittelt wird. Die verbale und erlebte Kommunikation soll bei den Wissensvermittlern gestärkt werden. Die „Wissensvermittler“ im touristischen Sinne sind meist jene Personen, die sich am Frontend, im direkten Kontakt zum Gast befinden. Dies sind der Gastgeber, der Wirt, das Personal des Wirtes wie des Skiliftbetreibers, Privatzimmervermieters usw. Nachdem jedoch das Personal in Tourismusbetrieben zu einem gewichtigen Anteil nicht aus Vorarlberg stammt, besteht die dringende Herausforderung im Tourismus darin, die „Vorarlberger Art“ dem touristischen Personal zu vermitteln. Es bedarf der Vermittlung von Wissen und der Qualifizierung auf leicht verständliche und erlebbare Art für das Front-End-Personal, die MitarbeiterInnen im Tourismus, als Schlüsselpersonal im Projektzusammenhang.

Ziele/Wirkung

  • Mitarbeiter/innen im Tourismus sollen in der Lage sein, Gäste auf die regionalen Besonderheiten hinzuweisen bzw. Gastfreundschaft zu zelebrieren, mit der Wirkung, den Aufenthaltswert des Gastes zu steigern.
  • Schlüsselkräfte für die Region zu begeistern und damit den Anteil an Stamm-Mitarbeitern zu erhöhen.
  • Die Themen regionaler Authentizität verstärkt zur Diskussion zu bringen und damit die Wertschätzung und die kollektive Haltung zur Regionalität zu steigern.
  • Saisonale Mitarbeiter/innen bzw. Personal mit Migrationshintergrund werden schneller und besser in arbeitsbezogene, soziale wie auch regionale Anforderungen und Angebote integriert.
  • Ein Pilotprojekt wird umgesetzt, damit ein Lernprozess in der Vermittlung von regionalen Werten und rascherer regionaler Integration und Identifikation in Gang gesetzt wird.
  • Das Projekt soll insgesamt einen Beitrag leisten, den Gast wie auch potenzielle Mitarbeiter/Innen auf die Region Vorarlberg neugierig zu machen.
  • Ein Kernanliegen sind zudem die Beschäftigten im Tourismus. Sie sollen sich verstärkt zu „Stamm-Beschäftigten“ entwickeln und sie zu positiven Botschafter/innen der Region werden.
  • Das Projekt soll eine von mehreren Maßnahmen darstellen, das Bewusstsein für regional authentisches Handeln zu steigern. Die Ergebnisse sollen in Folge in anderen Regionen Vorarlbergs duplizierbar sein.

Inhalte

Die Verantwortlichen sind sich einig: Wissen um regionale Besonderheiten ist in gewisser Weise verfügbar, muss jedoch adäquat aufbereitet werden. Ein Lernprozess soll in Gang gesetzt werden, um die Tourismusziele 2020 Schritt um Schritt zu erreichen.
Das Projekt konzentriert sich auf die Qualifizierung der Mitarbeiter/innen im Tourismus, im Speziellen auf jene Personen, die im Gästekontakt stehen und damit „Vermittler/innen“ regionaler Besonderheiten sind.

Resultate

Die erwarteten Ergebnisse nach Abschluss des Projektes sind:

  • 50 Tourismusbetriebe haben sich am Projekt beteiligt und haben insgesamt 200 Personen zur Vermittlung regionaler Besonderheiten mobilisiert.
  • Eine Übersicht der regionalen Besonderheiten in den Pilotdestinationen ist erarbeitet und in vermittelbare Formate gebracht: e-Learning-Plattform, Orientierungsworkshops, Erlebnisvermittlung;
  • Ein Leitfaden für regionale Anlaufstellen für Mitarbeiter/innen im Tourismus ist geschaffen.
  • Ein Roh-Konzept für eine überregionale Willkommenskultur und Verabschiedung für Mitarbeiter/innen ist als Entwurf erstellt.

Bezug zum Programm

Das Thema ist in der Tourismusstrategie 2020, im Projekt „Gastgeben auf Vorarlberger Art“, in der Landwirtschaftsstrategie „Ökoland Vorarlberg“ als auch in der Leader-Strategie „Lebendige Dörfer LE2020“ verankert.

Weitere Informationen