Die Gute Stube (dgs)

Angebot zur Stärkung der Kooperation und Selbstwirksamkeit von jungen Erwachsenen in Richtung Selbständigkeit in der Region.

Projektdauer: 31.03.2016 - 28.02.2019

Projektträger

Offene Jugendarbeit Bregenzerwald

Hof 432

6866 Andelsbuch

Kurzbeschreibung

 „Die gute Stube“ ist ein Projekt der Offenen Jugendarbeit, in Zusammenarbeit mit jungen BregenzerwälderInnen, aus verschiedenen Kulturkreisen. Es setzt Impulse zur Entwicklungsförderung von jungen Erwachsenen zur Stärkung der Eigenverantwortung, Sozialkompetenz, gegenseitigem Lernen und Berufsorientierung für höhere Selbständigkeit. Mit der Bespielung der guten Stube wird ein Begegnungsraum etabliert der durch die OJB gezielt Impulse zur Jugendkultur und jungen Kreativwirtschaft setzt.  Von Best Practice Stars aus verschieden Bereichen wird im gegenseitigen Austausch gelernt. Diese Impulse sollen Junge-Erwachsene anregen in einem weiteren Schritt sich auszuprobieren, zu experimentieren und eigene Themen selbständig zu bearbeiten und zu teilen. Mit fachlicher Begleitung wird hier ein Wissenstransfer mit mittel- und langfristiger Wirkung ermöglicht. Dadurch wird ein permanenter Transformationsprozess zu mehr Vertrauen, Zutrauen und der Übernahme von Verantwortung durch Junge-Erwachsene gestartet.

Die Kreativsuiten als ein weiterer Schritt bieten im Sinne eines co-working-labs individuellen Raum für eigene Kreativprojekte (Studio, Fotolabor, Proberaum,…) der jungen Erwachsenen. Deren Ergebnisse sollen wieder neue Impulse in die „Gute Stube“ bringen.

Die Initiierung und Stärkung von Kooperationen, die Vernetzung in der Region sowie eine Bespielung mit gezielten Impulsen und innovativer, urbaner Angebote in der guten Stube und möglichen Satellitenstrukturen, soll zu Nachahmung, Eigeninitiative sowie Engagement einladen und damit in weiterer Folge zur Attraktivität der Region und des ländlichen Raumes bei jungen Erwachsenen beitragen. Partizipation steht im Fokus und soll gewährleisten, dass sowohl Raum als auch das Angebot auf die Dialoggruppen zugeschnitten sind.

Ausgangslage

In einem Vorprojekt mit einer einmaligen Unterstützung des Landes Vorarlberg wurde das leerstehende Hotel „Landammann“ in Andelsbuch teilweise für Nutzung durch die Offene Jugendarbeit Bregenzerwald adaptiert. In den neuen Räumlichkeiten auch bekannt als die gute Stube sollen im Projekt nun Impulse gesetzt werden, Austausch gelebt und das kreative Potential von jungen Erwachsenen gehoben werden. Die Basisarbeit wurde erledigt und erste Veranstaltungen durchgeführt. Die Weiterentwicklung des Profils der  Offenen Jugendarbeit Bregenzerwald mit der „Guten Stube“ soll im Projekt gefestigt und gestärkt werden. Die Dialoggruppen der Offenen JA Bregenzerwald haben sich in den letzten Jahren verändert. Ziel der OJA war und ist es, künftig den jüngeren weiterhin Angebote und Treffpunkte zu bieten, gleichzeitig aber auch die Rolle /Aufgabe in Bezug auf Jugendkultur, Angebote für ältere Jugendliche/junge Erwachsene wieder verstärkt wahrzunehmen und dahingehend aktiv zu werden. Zentral für die OJB ist, nicht nur „anzubieten” und zu liefern, sondern, das ganze Konzept partizipativ und mit erwünschtem Engagement von Seiten der Dialoggruppe aufzubauen. „Die Gute Stube” versteht sich als Plattform, Förderin und Möglichkeit für jugendliches Entrepreneurship, gesellschaftliches Engagement und “Keimzelle” kreativer, regionaler Strukturen. Punktuell werden die Objekte durch uns (OJB) bespielt, Angebote und Programm geboten, welches zu neuen Ideen und Veranstaltungen durch Ehrenamtliche oder Dritte anregen sollen.

Ziele/Wirkung

Ziele
Durch die Bespielung  der „Gute Stube“ wird die Offene Jugendarbeit im Bregenzerwald gestärkt und gesichert. Das Angebot ist weiterentwickelt, führt zur Qualitätssicherung und erhöhter Vernetzung in der Region. Das zeitgemäße und attraktive Angebot zur aktiven Mitgestaltung und Anregung von Eigeninitiative der Jungen Erwachsenen schafft eine Basis und ist Ermöglicher zur Hebung des kreativen Potentials, der Berufsorientierung und Unternehmergeistes.

Wirkung

  • Begegnung und ein Miteinander auch mit anderen Bevölkerungsgruppen und Kulturkreisen und gegenseitiges Lernen wird ermöglicht und gestärkt.
  • Durch das attraktive Angebot und Möglichkeiten wird die jugendkulturelle Entwicklung der Region gestärkt und gefördert.
  • Die gesteigerte Eigenverantwortung und Selbstverwirklichung der jungen Erwachsenen führt zur höheren Bereitschaft für junges Unternehmertum und folglich zu regionalem Mehrwert.

Inhalte

Die OJA will bewusst zukünftige Entwicklungen mitgestalten und geht deshalb auch bewusst auf Zukunftsthemen (speziell der Region) wie Umgang mit Leerständen, Beschäftigung, Selbständigkeit oder dem fehlenden Angebot an Räumlichkeiten und Möglichkeiten für Freizeitgestaltung und Begegnung an. Dialoggruppen werden aktiv und attraktiv angesprochen. Dies passiert durch einen innovative Form eines partizipativen Konzeptes in drei Schritten. Der Fokus liegt auf den Stärken der Jugendlichen. Darin zu schauen, welches kreative Potential bereits vorhanden ist, dieses zu bündeln und einen Ort zur Umsetzung in der Region schaffen. Aktive Akteure in den Themenfelder werden eingebunden und deren Potential genutzt.

Schritt 1: Die “Guten Stube” setzt Impulse und schafft Angebote
In den Bereichen: Jugendkultur, junges Unternehmertum, innovatives Entrepreneurship und Selbstwirksamkeit sowie gesellschaftliches  Engagement, werden Angebot für junge Erwachsene geschaffen, die zum Mitgestalten anregen, die Vernetzung in der Region und Kooperation verstärken. Hier werden alle relevanten PartnerInnen, und VertreterInnen der Dialoggruppen mit eingebunden. Die Gute Stube soll vorrangig regionale (gesamter Bregenzerwald), aber auch überregionale Wirksamkeit erlangen. Kooperationen mit externen regionalen Stellen und Institutionen (Schulen, Caritas, Ifs, Werkraum,...) und Personen (Privatpersonen in Bezug auf die Nutzung/Bespielung der Satelliten, ReferentInnen, ExpertInnen, LandschaftsplanerInnen, ArchitektInnen, HandwerkerInnen,...) werden ausgebaut und gefestigt.

Schritt 2: Junge-Erwachsene entwickeln eigene Angebote und Formate
Die jungen Erwachsenen probieren sich aus und experimentieren mit eigenen Themen. Dieser Prozess wird von der OJB begleitet und ein Wissenstransfer ermöglicht. Netzwerke werden zur Verfügung gestellt und fördernde Rahmenbedingungen geboten.

Schritt 3: Selbstständiges wirken in Kreativsuiten
Im Projekt sollen Kreativsuiten individuell genutzt und adaptiert werden, die aus dem gehobenen kreativen Potential Ergebnisse produzieren. Mögliche Beispiele sind ein Fotolabor, Proberaum, Studio, Starter Office, … Zudem sollen externe Satelliten auch in anderen Gemeinden für Kreativsuiten oder Veranstaltungen adaptiert werden.

Resultate

  • Die bestehende regionale Kooperation in der Jugendarbeit ist durch das Impulsprojekt „Gute Stube“ gestärkt und für die Zukunft stabilisiert. Die „Gute Stube“ mit ihren Satelliten ist in der Region etabliert als ein Ort für Gestaltungsmöglichkeiten und Vernetzung von kreativem Potential und Sprungbrett für junges Unternehmertum.
  • Die Jugendlichen als Akteure haben Verantwortungen übernommen und ihr kreatives Potential vernetzt. Mit den Kreativsuiten sind Lernprozesse gestartet, welche Fähigkeiten und Prozesskompetenz der Beteiligten steigern. Mittelfristig dient das generierte Wissen zur Berufsorientierung und kann zu höhere Gründungsbereitschaft von jungen Erwachsenen führen und zur Stärkung des Arbeitsmarktes und regionaler Wertschöpfung beitragen.

Bezug zum Programm

1WS06 Regionale Kooperation stärken

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