Wie die EU den ländlichen Raum stärkt
18. September 2025
Seit 30 Jahren ist Österreich in der EU. Wie das den ländlichen Raum vorwärts gebracht hat und welche Zukunftsperspektiven es gibt, war Thema der Jahreskonferenz des Netzwerks Zukunftsraum Land. Über 100 Teilnehmer:innen aus ganz Österreich trafen sich Mitte September in Tirol.
Vom 16. bis 17. September 2025 traf sich das Netzwerk Zukunftsraum Land – die österreichische Vernetzungsstelle für die Gemeinsame Agrarpolitik – im Tiroler Bezirk Schwaz zur diesjährigen Jahreskonferenz. Über 100 Menschen nutzten die Veranstaltung, um Bilanz zu ziehen und neue Perspektiven für die ländliche Entwicklung zu eröffnen. Im Fokus standen drei Jahrzehnte österreichischer EU-Mitgliedschaft und deren prägende Wirkung auf die Regionen. Fachvorträge, Praxisbeispiele und interaktive Dialogformate machten deutlich: Europäische Zusammenarbeit bleibt ein zentraler Motor für Innovation, Nachhaltigkeit und Lebensqualität am Land.
Transformation diskutieren und erleben
Eindrucksvoll waren die Keynotes von Brigitte Ederer (Staatssekretärin a. D.) und der Künstlerin Katharina Cibulka. Brigitte Ederer betonte die Bedeutung einer starken europäischen Einheit, während Katharina Cibulka Mut als Ressource für gesellschaftliche Transformation sichtbar machte – besonders im ländlichen Raum. Sektionschef Johannes Fankhauser (BMLUK) hob hervor, wie die EU nicht nur Rahmenbedingungen schuf, sondern einen Erfahrungsraum für nachhaltige Entwicklung eröffnete.
Aus Vorarlberg stellte Regio-V Manager Peter Steurer als Praxisbeispiel aus 30 Jahren Gemeinsamer Agrarpolitik die Kästestraße Bregenzerwald vor. Beim abendlichen Kamingespräch im Dorfhaus Steinberg am Rofan zeigte Bürgermeister Helmut Margreiter, wie Innovation und Gemeinschaft Leerstand entgegenwirken. Am zweiten Tag wurden in Exkursionen – vom Bergbauernhof Bichlhof bis zum Naturpark Karwendel – konkrete Beispiele gelungener Transformation erlebbar.
Die Konferenz unterstrich: Der ländliche Raum ist ein Labor der Zukunft. Mut verbindet Regionen, Generationen und Ideen – und schafft so die Grundlage für eine lebenswerte Zukunft. 2026 setzt das Netzwerk mit dem Motto #weiterdenken den Fokus auf die nächste Generation.
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