PlurAlps: Für Gemeinwohl und gutes Zusammenleben im Bregenzerwald

PlurAlps Workshop am 18.3.2017 in Bezau

Zuwanderung ist wichtig, damit die Gesellschaft im Bregenzerwald in Zeiten von Brain Drain und alternder Bevölkerung weiter funktionsfähig bleibt. Der Bregenzerwald will im Rahmen des alpenweiten Projekts PlurAlps Maßnahmen für mehr Pluralität umsetzen. Die Grundlagen dafür wurden bei einem Workshop am 18. März 2017 in Bezau gelegt.

Welche Services sind für eine pluralistische Gesellschaft im Bregenzerwald wichtig? Diese Frage stand im Zentrum des Workshops „Definition der Maßnahmen/Services für den Bregenzerwald“. Zehn VertreterInnen aus Wirtschaft, Tourismus, Bildung, Regionalentwicklung und von Gemeinden sammelten am 18. März in Bezau Ideen, welche neuen Services in der Region umgesetzt werden könnten.

Kreative Ideen für eine Willkommenskultur

Die Vorschläge waren kreativ und zahlreich: Schulungen für die Bürgerservices, um die Kultur des Weiterschickens zu beenden; Bewusstseinsbildung in Unternehmen für mehr Pluralität beispielsweise durch das Bekanntmachen erfolgreicher Beispiele; Sprachencafés, in denen die lokale Bevölkerung ihre Sprachkenntnisse wieder auffrischen kann. Die TeilnehmerInnen definierten sechs mögliche Handlungsfelder: Information für’s Ankommen/Bleiben, Personalmanagement in Unternehmen, Wohnservices, Vereine, Sprachkompetenzen, Sensibilisierung nach innen. Die Ideen werden nun priorisiert und weiter ausgearbeitet, um baldmöglichst mit der Umsetzung in der Region beginnen zu können. „Wir müssen es gemeinsam schaffen, die Vielfalt der Kulturen als positives Signal zu sehen“, fasst Martina Rüscher, Abgeordnete zum Vorarlberger Landtag, die Ziele von PlurAlps zusammen.

Die Regionalentwicklung Vorarlberg leitet das alpenweite Projekt PlurAlps und hat den Workshop zur Vorbereitung der Projektaktivitäten im Bregenzerwald organisiert. PlurAlps ist Ende 2016 gestartet und läuft bis Oktober 2019. Zehn Projektpartner aus dem Alpenraum setzen das Projekt gemeinsam um.

Video zum Workshop:

TeilnehmerInnen des PlurAlps-Workshops am 18.3.2017 in Bezau