EU-Förderung bringt Vorarlberg in Fahrt

EU-Vertreter Nagelfluh-Radweg

Zu viel Bürokratie, strenge Richtlinien, Geldverschwendung – solche und andere Stichworte fallen, wenn die EU kritisiert wird. Dass die Europäische Union viel Positives in den Regionen bewirkt, geht dabei bisweilen unter. Welche Erfolge in Vorarlberg zuletzt dank der EU-Förderung erreicht wurden, ließ sich ein Vertreter der Kommission am 19. Juli 2017 im Bregenzerwald präsentieren.

Dr. Jörg Wojahn, Leiter der Vertretung der EU-Kommission in Österreich, besichtigte in Begleitung von VertreterInnen des Landes Vorarlberg verschiedene Projekte, die die EU in den letzten Jahren mitfinanziert hat. Er startete seinen Besuch beim grenzüberschreitenden Radrundweg Nagelfluhkette, den der Dorener Bürgermeister Guido Flatz und Dr. Lukas Schrott, Geschäftsführer der Regionalplanungsgemeinschaft Bregenzerwald, bei einer gemeinsamen Fahrt mit dem Mountainbike vorstellten.

EU-Projekte helfen Grenzen überwinden

Zwischen Egg und Doren wurde ein Teilstück der ehemaligen Bregenzerwaldbahn als „Achtalweg“ für den Fuß- und Radverkehr wieder zugänglich gemacht. Der Abschnitt ist Teil des 120 km langen Radwegs, auf dem BesucherInnen die Nagelfluhkette auf dem Grenzgebiet zwischen Deutschland und Österreich umrunden können. „Die Förderung im Interreg-Programm Alpenrhein-Bodensee-Hochrhein 2007-2013 hat es ermöglicht, dass die Gemeinden beiderseits der Grenze, der Naturpark Nagelfluhkette, der gesamte Bregenzerwald und viele weitere Beteiligte diesen schönen neuen Radweg gemeinsam erstellen konnten“, lobt Bürgermeister und REGIO Obmann Guido Flatz die Fördermöglichkeiten durch die EU.

Weitere Stationen waren der Werkraum Bregenzerwald in Andelsbuch mit dem Werkraumhaus und der Betrieb von Metzler Käsemolke in Egg. Beide Einrichtungen haben von EU-Geldern unter anderem aus dem LEADER-Programm profitiert.